Mit den Freunden unterwegs

Mehrmals im Jahr geht der Verein auf Tour. Im Programm: Tagesfahrten zu interessanten Betrieben, Museen und Kulturstätten in der Umgebung Hamburgs, mehrtägige Erlebnisreisen zu bedeutenden Stätten der Industrie- und Sozialgeschichte in Deutschland und dem angrenzenden Ausland.

Bevorstehende Aktivitäten

Aktuell gibt es keine bevorstehende Aktivitäten. (Stand 24. November 2022)

Berichte zu vergangenen Reisen und Tagestouren


Bericht zur Tagestour ins Schauspielhaus

18. September 2022

Ansicht DSH außen
Ansicht des Deutschen Schauspielhauses außen – Foto: Katrin Trautner

Unsere Tagestour „Blick hinter die Kulissen“ führte uns am 18.09.22 um 11:00 Uhr ins Schauspielhaus. Wir trafen uns vor dem Haupteingang und wurden von einer Mitarbeiterin des Hauses in Empfang genommen. Begrüßt wurden die Teilnehmer im Eingangsfoyer, eine Einführung in die sehr interessante Geschichte des Hauses erfolgte dann im Marmorsaal (weitere Infos zur Historie). Daraufhin nahmen wir im ersten Rang des Zuschauerraumes Platz und erfuhren Neues zum gegenwärtigen Spielplan und den enormen Zuschauerkapazitäten der verschiedenen Spielstätten. 350 festangestellte Beschäftigte sichern den laufenden Betrieb dieses hervorragenden Schauspielhauses. Der weitere Weg führte uns über die Gründgensloge auf die Große Bühne. Hier standen Details zum Bühnenbetrieb im Vordergrund. Wir konnten einen Blick auf das Bühnenbild für die Produktion Macbeth werfen und einen Eindruck von der gigantischen Bühnenmaschinerie gewinnen.

 

Der weitere Weg führte uns durch lange Gänge in den Bereich der Großwerkstätten. Wir erhielten ausführliche Erläuterungen über den Ablauf der Herstellungsprozesse einer Produktion von den ersten Ideen der Dramaturgen und der Regisseure bis zur Premiere. Dazu gehören die Planung des Bühnenbildes durch den Bühnenbildner, die Bauprobe, die Entwürfe der einzelnen Werkstattbereiche (Tischlerei, Schlosserei, Theatermaler) sowie der Kostümabteilung und der Maskenabteilung. Es wurde deutlich, welche Komplexität in der Herstellung sowohl des Bühnenbildes als auch der Kostüme und Masken steckt. Parallel zu den Fertigungen in den Werkstätten wird der künstlerische Probenbetrieb auf den einzelnen Probebühnen ausgeführt. Erst zum Ende der Produktionsphase finden die Proben in der fertiggestellten Bühnendekoration mit den angefertigten Kostümen und Masken statt. Die Premiere bildet dann den Endpunkt des Produktionsprozesses – das Theaterstück wird vor Publikum aufgeführt.

 

Der Blick vom Rang auf die Bühne und in den Kostümfundus – Fotos: Norbert Wittke

 

Anschließend führte uns der Weg in die Kostümwerkstätten (Damen- und Herrenschneiderei) und den Kostümfundus. Hier konnten wir einen Blick auf Kostüme werfen, die aktuell für Produktionen gefertigt wurden. Wir erhielten auch Informationen zu den vielfältigen Ausbildungsberufen im Schauspielhaus, sowohl im Kostümbereich, wie auch in den anderen technischen Abteilungen.
Beeindruckend war auch der Blick in die Räume des Kostümfundus, hier lagern große Mengen von Kostümen früherer Produktionen, die teilweise wieder verwendet werden oder für Probenzwecke genutzt werden.

 

Unsere nächste Station war die Abteilung Maske, dort ist u.a. ein Schwerpunkt die Erstellung von Perücken für die einzelnen Schauspieler in den Produktionen.

 

Der Blick hinter die Kulissen endete dann wieder im Foyerbereich des Theaters.
 Nach Verabschiedung durch die Mitarbeiterin des Schauspielhauses nahmen wir bei Max und Consorten einen Mittagsimbiss ein und tauschten uns noch lebhaft zu den vielfältigen Eindrücken auf unserer kleinen Theatertour aus.

 

Reinhold Thate + Annegret Eylers

 

Historie des Deutschen Schauspielhauses (PDF) >>

Tagestour zum Eisenbahnmuseum Aumühle

11. Juni 2022

Am 11. Juni 2022 führte uns die Tagestour in den Sachsenwald nach Aumühle, wo sich uns eindrucksvoll über zwanzig Regelspur-Fahrzeuge des norddeutschen Raumes präsentierten.
Einst dampften, schnauften und quitschten sie durch die Lande, die alten Dampfloks, Diesellokomotiven, Personen- und Güterwaggons und ehemaligen S-Bahnen – eindrucksvolle Impressionen aus der Eisenbahn-Geschichte.

Unter fachkundiger Führung genossen wir die Besichtigung und vielen Erklärungen zu den imposanten Eisenbahn-Oldtimern, durften die Innenwagons  und das interessante Lehrstellwerk begutachten und die Führerstände besteigen. Ein „kleiner Ausflug ins Grüne auf dem Gelände“ mit der Feldbahn sowie eine Fahrt mit der Handhebeldraisine zur Gleisbaustelle verliehen der Besichtigung den aktiven Teil.


Für das leibliche Wohl war gesorgt: ein „Welcome-Kaffee“, ein Mittagsimbiss samt Kaffee und Kuchen bei herrlichem Sommerwetter in stimmungsvoller Atmosphäre draußen vor den Zügen rundeten diesen schönen Ausflug ab.
Es hat offenbar allen Beteiligten – unseren Teilnehmer*innen sowie den engagierten Museumsfreunden des Lokschuppens - gleichermaßen sehr viel Spaß gemacht.

Gabi Horn

Tagestour zu den Brunsbütteler Schleusen

27. August 2022

Bereits im Mai 2020 war eine Tagestour nach Brunsbüttel geplant, die coronabedingt leider ver- schoben werden musste.
Am 27. August 2022 konnten wir unsere Fahrt starten. Die Tour erfreute sich offenbar großer Beliebtheit und war schnell ausgebucht. Mit dem Regionalzug fuhren wir vom Hauptbahnhof Hamburg nach Itzehoe und weiter mit dem Bus nach Brunsbüttel – dorthin, wo sich Elbe und der Nord-Ostsee-Kanal treffen.


Wir nahmen an einer 90minütigen, sehr informativen und interessanten Besichtigung auf dem Schleusengelände teil. Unter fachkundiger Leitung erhielten wir einen eindrucksvollen Einblick zur meistbefahrenen künstlichen Seeschifffahrtsstraße der Welt. (Im Jahr 2021 transportierten ca. 27.000 Schiffe rund 85,2 Millionen Tonnen Güter durch den NOK. Quelle WSV.de)
Dass diese wirklich stark frequentiert wird, offenbarte sich auch zu dem Zeitpunkt unseres Rund- ganges, etliche große Pötte wurden in die Schleusenkammern rein- wie rausgeschleust. Wir er- fuhren viel Spannendes über die Abläufe, die Organisation des internationalen Schiffsverkehrs und die Geschichte des Kanalbaus.


Aufgrund des hohen Alters der Schleusenanlagen stehen z. Zt. etliche Sanierungs- und Instand- setzungsarbeiten an. Momentan gibt es in Brunsbüttel eine kleine und eine große Schleuse mit je zwei Schleusenkammern. Eine 5. Schleusenkammer ist im Bau – eines der größten Wasserbau- projekte Europas. Hintergründe und Informationen dazu wurden uns anschaulich im Schleusen- informationszentrum vermittelt.


Die Mittagspause – natürlich mit einer Fischplatte - fand im „Torhaus“, einem Restaurant am Wasser mit Blick auf die Schleusenanlage und die ein- und ausfahrenden Schiffe sowie dem kleinen Sportboothafen statt.
Frisch gestärkt ging es danach noch in das Atrium, dem Kanalmuseum, in dem die Geschichte des Kanal- und Schleusenbaus anhand von Schautafeln, Schiffsmodellen, historischen Exponaten sowie einem Videofilm gezeigt wurden zum Thema „Der Kaiser und der Kanal“.


Vor der Rückfahrt hatten die Teilnehmer noch Zeit und Gelegenheit – je nach Lust, Laune und Kraft – sich noch einen weiteren Film anzusehen, bei herrlichem Wetter einen Spaziergang durch die Stadt oder am Wasser zu unternehmen oder sich dem Schlemmen in der Eisdiele hinzugeben.


Etwas erschöpft, aber auch sehr zufrieden und erfreut über diesen Ausflug, kamen wir gegen 19.00 Uhr wieder in Hamburg an.


Gabi Horn

7 Tage München – eine besondere Reise des Vereins der Freunde!

1. Ludwig Eiber im Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, 2. Deutsches Museum, 3. Eingang Gedenkstätte KZ Dachau 4. Jüdisches Museum, 5. Stadtmuseum: Intervention zum Thema Migration, 6. Ohel-Jakob-Synagoge – Fotos: Wolfgang Wiedey
1. Ludwig Eiber im Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, 2. Deutsches Museum, 3. Eingang Gedenkstätte KZ Dachau 4. Jüdisches Museum, 5. Stadtmuseum: Intervention zum Thema Migration, 6. Ohel-Jakob-Synagoge – Fotos: Wolfgang Wiedey

Begegnungen mit Experten vor Ort standen im Mittelpunkt: Unser Vereinsmitglied Ludwig Eiber, lange in Hamburg in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dann in der KZ-Gedenkstätte Dachau tätig, hatte für uns den Besuch des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung organisiert. Dort gewannen wir einen Einblick in den Aufbau des Archivs, seine Veröffentlichungen und die Arbeit mit Zeitzeugen.

Bei der Führung durch den Stadtteil Haidhausen erfuhren wir von einer langjährigen Bewohnerin sehr lebendig, wie sich dieser Stadtteil vom Dorf vor den Türen der Stadt zum innerstädtischen beliebten und nunmehr teuren Wohngebiet entwickelte.

Im Stadtmuseum erkundeten wir nicht nur, was „Typisch München“ ist und wie sich die Stadt während des Nationalsozialismus entwickelte. Wir konnten der Frage nachgehen, wie etwas in einem Museum dargestellt wird: Das Thema Migration wurde nicht etwa in einer Extra-Abteilung erzählt, sondern durch „Interventionen“ in die Ausstellungsräume „Typisch München“: So wurde ein großes Laufband, auf dem sich alle Köstlichkeiten der bayerischen Küche befanden, durch ein in einem großen Kühlschrank befindliches Essenspaket für Geflüchtete, das diese in den Unterkünften erhalten, „kommentiert“. Daran schloss sich ein Gespräch mit der im Stadtmuseum für restitution verantwortlichen Wissenschaftlerin an.

Im Deutschen Museum, das zurzeit generalsaniert wird, kamen Technikbegeisterte voll auf ihre Kosten. Bei der Besichtigung des Jüdischen Zentrums mit dem von der Stadt getragenen Jüdischen Museum, dem Besuch der Synagoge und dem anschließenden Essen im koscheren restaurant erlebten wir heutiges Jüdisches Leben in der Mitte der Stadt. Angesichts der in Hamburg über den Wiederaufbau der Synagoge am Bornplatz geführten Diskussion war es sehr interessant, die neu erbaute Synagoge von innen zu erleben.
Das Münchner Konzept der Stelen zum Gedenken an zwischen 1933 und 1945 Verfolgte und Ermordete wurde uns auf einem rundgang erklärt. Anders als die in die Erde eingelassenen Stolpersteine befinden sich diese Stelen auf Augenhöhe im Stadtraum oder an Hauswänden.
Mit dem Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau besuchten wir einen Ort der Erinnerungskultur. Ludwig Eiber und robert Sigel führten uns über das Gelände einschließlich des Krematoriums. Auf dem riesigen Gelände begegneten uns viele Gruppen von SchülerInnen und Studierenden aus aller Welt.

Im Lenbachhaus wurden wir in die Welt des Blauen Reiters eingeführt.
Im Valentin-Karlstadt-Musäum wurden wir mit den Wurzeln dieser Künstler in der Münchner Volkskultur vertraut gemacht.
So können wir sagen: In 7 vollen Tagen haben wir uns umfassend mit der Geschichte und Kultur der Stadt München gewidmet und alle waren begeistert!

Helga Koppermann

Politiker mit Ecken und Kanten - Der Mann mit der Elblotsenmütze!

19. Februar 2022

Nein! Nein! Wir hatten die Sturmfluten Mitte Februar - 60 Jahre danach - nicht bestellt! Am 19. Februar fanden sich trotzdem alle TeilnehmerInnen pünktlich, aber gut durchnässt im Schmidt-Forum zur Ausstellung „Schmidt! Demokratie leben“ ein.


Dr. Magnus Koch, Leiter des Arbeitsbereiches Ausstellungen und Geschichte, führte uns detailreich durch das Leben und Wirken des Altkanzlers Helmut Schmidt ohne das Große und Ganze und Kritische zu vergessen. So entstand ein Kanzlerportrait, das persönliche mit politischen, historische mit aktuellen und konkrete mit thematischen Ereignissen verband. Nicht zuletzt durch die vielen großen Fotos, die uns allen aus den Medien bekannt sind, strahlt die Ausstellung eine große Intensität aus.


Steht Adenauer für die Westbindung, Brandt für die Ostpolitik, so bleibt Schmidt vor allem als Krisenkanzler, als der werteorientierte Macher einer Realpolitik, in Erinnerung. Seine Wirtschafts-, Energie- und Sicherheitspolitik waren gekennzeichnet durch Ölkrise, steigende Arbeitslosigkeit, den Bau von Atomkraftwerken und NATO-Doppelbeschluss. Auch die dramatischen Ereignisse um die Schleyer-Entführung prägten seinen Ruf als entschlossen handelnder Krisenmanager.
Unsere Nachfragen an Dr. Koch konzentrierten sich auf Schmidts Jugendzeit, seine Erfahrungen und Lehren aus dem Krieg und sein Misstrauen gegenüber den aufkommenden Basis- und Jugendbewegungen der 70er Jahre. Nur wenige von uns wussten, dass Schmidt einen jüdischen Großvater hatte, den er als Jugendlicher zu leugnen versuchte, aber später als „Medienkanzler“ in Szene zu setzen verstand. Auch seine Haltung zur Aufrüstung, Atomkraft und Terroristenverfolgung hatten nicht wenige von uns eher kritisch in Erinnerung.
Von den in der Ausstellung vorhandenen 40 Stunden Filmmaterial konnten wir in unserer Zeit zum individuellen Stöbern nur das wenigste anklicken. Und so hat sich der eine oder die andere von uns vorgenommen, bei einem der nächsten Innenstadtbesuche noch einmal in diese interessante und anregende Ausstellung am Kattrepel hineinzugehen.


In den anschließenden Diskussionen beim gemeinsamen Mittagstisch waren wir uns weitgehend einig darin, dass dem Lebenswerk des Staatsmannes und Ehrenbürgers Hamburgs mit dieser Ausstellung angemessen und würdig gedacht wird. Die Erinnerung an ihn will die Stiftung mit vielen aktuellen Themen und Veranstaltungen lebendig halten, so zum Beispiel mit Schmidts Grundüberzeugungen zu Europa und zur parlamentarischen Demokratie. Helmut Schmidts Aussage: „Hanseaten werden in der Politik gebraucht!“ ist ja gerade wieder hochaktuell!

Annegret Eylers und Doris Schiller für das Team Tagestouren

Baustellenführung auf der Peking

9. Dezember 2021

Im Oktober 2021 bekam der Freundeskreis des Museums der Arbeit von Ursula Richenberger, der Projektleiterin für den Aufbau des Hafenmuseums, das Angebot, eine Baustellenbesichtigung der Peking für Freunde und Freundinnen unseres Museums, durchzuführen.

Das Team Tagestouren war gerne bereit, die Organisation gemeinsam mit dem Vereinsbüro und den Ehrenamtlichen der Peking zu übernehmen. Die Termine waren für den 2. und den 9. Dezember festgelegt. Jeweils 24 Personen konnten teilnehmen. Es erfolgte eine Veröffentlichung im Newsletter des Vereins und die 48 Plätze waren in wenigen Tagen ausgebucht.

Decksaufbauten
Decksaufbauten

An beiden Tagen war es gut, wenn man sich warm angezogen hatte. Da die Peking nicht beheizt wird, kroch die Kälte schnell bis an die Haut. So muss es auch den Männern gegangen sein, die vor Jahrzehnten auf diesem Großsegler gefahren sind. Im Gegensatz zu uns, konnten die sich aber nicht auf eine warme Wohnung freuen. Über Wochen begleiteten sie die Fracht auf dem Schiff und konnten sich nur durch die harte Arbeit an Bord aufwärmen.
Unsere 4 Guides wussten viel über die Geschichte des Schiffes und die sehr unterschiedliche Nutzung zu berichten, vor allem aber beeindruckten die Erzählungen über die Lebensbedingungen auf dem Frachter zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Stapellauf der Viermast-Stahlbark war 1911 bei Blohm und Voss. Die Reederei F. Laeisz transportierte von Chile Salpeter nach Hamburg. Es war kompliziert, die Ladung so im Laderaum zu verteilen, dass auch bei schwerem Seegang der Segler nicht umkippte. Der Laderaum nimmt natürlich den größten Platz auf dem Schiff ein.

Für die Besatzung waren nur kleine Räume direkt an der kalten Bordwand mit kleinen Kojen und Hängematten vorgesehen, die übereinander lagen und bei Kälte mit steifgefrorener Kleidung genutzt wurde.
Lebende Schweine und Hühner wurden mitgenommen und unter Deck gehalten, um auf See geschlachtet und verspeist zu werden.

 

Es gab auch Vorratsräume für Getreide und Kartoffeln. Oft verdarben die gelagerten Lebensmittel und es wurde gehungert. Ein großes Problem war auch das Trinkwasser. Es war kaum möglich, es über die Wochen der Überfahrt frisch zu halten.


 

Die Arbeit war hart und ich möchte mir nicht vorstellen, bei Sturm die Masten hochzuklettern, um die Segel zu bergen. Auch die schweren Anker zu bewegen oder das Ruder zu bedienen, brauchte viel Kraft. Mit nassen Klamotten sich nach getaner Arbeit zum Schlafen zu legen ist auch keine Entspannung. Von der viel besungenen Seemannsromantik haben wir auf der Peking keine Spur entdeckt.


Vielen Dank dass wir dieses Angebot bekommen haben! Wir würden uns sehr freuen, wenn wir weiteren Mitgliedern unseres Freundeskreises so eine Führung über die Baustelle der Peking ermöglichen können!


Doris Schiller und Jürgen Beeck

Fotos: Jürgen Beeck

Aufbauten
Aufbauten

Tagestour Stadtpark

21. Juli 2021

Am 21. Juli 2021 konnten wir, trotz noch bestehender Einschränkungen durch die gültigen Corona-Schutzregeln,  die schon länger geplante Tour durch den Stadtpark mit anschließendem Besuch des Planetariums mit insgesamt 17 Teilnehmern durchführen.


Der Stadtparkverein vermittelte uns eine sehr fachkundige Begleitung für die Tour durch den Stadtpark. Der Schwerpunkt der Führung lag auf der Vermittlung zur Entstehung und zur inzwischen  mehr als 100 jährigen Geschichte des Parks. Themen waren auch das Wachstum der Bevölkerung  in Hamburg in den Jahren vor der Errichtung des Stadtparks insbesondere in den Stadtteilen Barmbek und Winterhude.

Wir erfuhren viele Details zur Konzeption  und zur Gestaltung des Parks. Von Fritz Schumacher und Gartenbaudirektor Linne wurden sowohl Elemente des englisch en Landschaftsgartens, wie auch des französischen Architekturgartens im Stadtpark geplant und umgesetzt. Die damals geschaffenen Strukturen prägen den Park bis heute. Erläutert wurden uns die Entwicklung des Parks, der Gebäude und der Kunstwerke im Park  über die mehr als 100 Jahre des Bestehens u.a. mit einer Anzahl von Zeichnungen und Fotos aus der recht wechselvollen Geschichte. Wir erfuhren Details zur Stadthalle am Eingang Südring, und zu den weiteren Gebäuden, die zum größten Teil im Krieg zerstört wurden und nicht wieder aufgebaut wurden.  Die Tour führte uns dann u.a. durch den Heckengarten, das frühere Luftbad und die  frühere Trinkhalle zum Planetarium. Das Planetariumsgebäude wurde ursprünglich als Wasserturm errichtet, bevor es  für seine jetzige Nutzung hergerichtet wurde. 

Im Planetarium sahen wir dann im Anschluss an die Stadtparkführung  die Vorstellung „DIE SONNE – UNSER LEBENDIGER STERN“ Wir sahen atemberaubende Bilder der Sonnenoberfläche und erfuhren viele Details zur Geschichte unseres Sonnensystems. Die vermittelten Daten zum Alter unseres Sonnensystems und zu den Entfernungen in Lichtjahren waren sehr eindrucksvoll.
Vor und nach der Vorstellung im Planetarium bestand noch die Möglichkeit zum Besuch der Aussichtsplattform. Für Besucher gibt es in 42 m Höhe einen fantastischen Blick über Hamburg und den Stadtpark.


Den Abschluss fand unsere Tagestour mit einer Kaffeetafel im Café Schmidtchen im Planetarium. Nach einer rundum gelungenen Tour konnten wir hier den Tag bei kleinen Leckereien ausklingen lassen.
 
Annegret Eylers und Reinhold Thate

Fotos: Gabi Horn, Doris Schiller


Tour Hafenmuseum

24. Oktober 2021

Eingang Schaudepot
Eingang Schaudepot

Am 24.10.2021 konnte das Team Tagestouren eine kurzfristig zugesagte Tour zum Hafenmuseum inkl. Führung realisieren. Mit 15 Personen besuchten wir das Museum.


Das Thema der Führung lautete Revierfahrt. Mit Revierfahrt wird die Strecke bezeichnet, die ein Schiff vom Liegeplatz bis zur offenen See absolviert. Ein Mitglied der Freunde des Hafenmuseums gab uns sehr interessante Einblicke in die Arbeitswelt der Lotsen, in die Schiffsleittechnik, erläuterte Seekarten und Leuchtfeuereinträge. Die Lotsen unterstützen die Schiffsführung der großen Schiffe auf dem Weg in und aus dem Hamburger Hafen bei der Fahrt auf der Elbe während der tidenbedingten knappen Zeitfenster für die Fahrt durchs Revier.

 

Wir besichtigten die Lotsenstube von 1895, die aus dem Lotsenhaus in Brunsbüttel stammt und im Schaudepot des Hafenmuseums originalgetreu wieder aufgebaut wurde.
Wir erfuhren viele Details über Navigation, über Seezeichen, Leuchtfeuer und Leuchttürme. Erklärt wurde die Funktionsweise eines Sextanten und Begriffe wie terrestrische und astronomische Navigation. Im Museumsdepot wurde der historischer Arbeitsplatz und die Tätigkeiten eines Schiffsfunkers erklärt.
Ein Schulungsstand zur Einübung von Schiffsmanövern aus einer ehemaligen Seefahrtschule wurde in Betrieb gesetzt und  Steuerungsmanöver vorgeführt.

Bugspriet Neu
Bugspriet Neu

Nach der Führung war noch Gelegenheit, den Außenbereich des Museums zu besichtigen, inkl. Liegeplatz der Peking. Während unseres Aufenthalts war gerade Niedrigwasser, dadurch waren Blicke auf die sanierten Aufbauten der Peking möglich. Fragen konnten von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Freunde der Peking beantwortet werden.
Ein Besuch des Hafenmuseums mit den historischen Schiffen und dem Schaudepot lohnt immer wieder, mit fachkundigen Erläuterungen gibt es noch viel über den Hafenbetrieb, die Seefahrt, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen  und über die hamburgische Hafengeschichte zu erfahren.


Der Nachmittag im Hafenmuseum klang mit einer kleinen Kaffeepause aus, die viele Teilnehmer dazu nutzten, windgeschützt in der Sonne vorm Schaudepot zu sitzen, sich Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen und den schönen Tag zu genießen.
 
Team Tagestouren
Reinhold Thate und Annegret Eylers

Fotos: Norbert Wittke