Ursula-Schneider-Preis

Ausschreibung 2021

Die Preisauslobung richtet sich an alle Studierenden, die eine Abschlussarbeit (Master/Bachelor) zwischen dem 1. August 2020 und dem 31. Mai 2021 an einer Hamburger Hochschule abgegeben haben. Es werden vier Preise ausgelobt, jeweils zwei in den Kategorien Master und Bachelor:

 

1. Preis Masterarbeit 2000 Euro

2. Preis Masterarbeit 1500 Euro

 

1. Preis Bachelorarbeit 1000 Euro

2. Preis Bachelorarbeit 500 Euro

 

Voraussetzungen für eine Bewerbung

 

Jede/r Studierende einer Hamburger Hochschule kann sich mit einer Abschlussarbeit der Kategorie Bachelor oder Master bewerben. Selbstvorschläge sind erwünscht, BewerberInnen können auch von akademischen BetreuerInnen oder Mitgliedern des Vereins vorgeschlagen werden.

 

Prämiert werden Arbeiten, die sich mit den Themen des Museums der Arbeit auseinandersetzen. Das Museum der Arbeit zeigt Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte und stellt sich der Frage, wie sich Leben und Arbeiten in den letzten 180 Jahren gewandelt haben. Welche Auswirkungen hatte und hat der Prozess der Industrialisierung und der Aufstieg der Dienstleistungsgesellschaft? Welche dadurch bedingten umfassenden sozialen, kulturellen und ökonomischen Veränderungen gab es für die Menschen, Gesellschaft und Natur? Wie wird sich dieser Prozess fortsetzen? Inhaltlich sollen sich die Arbeiten daher mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeitswelten und den sozialen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Wandlungsprozesse befassen und anregend für die Arbeit des Museums sein.

 

 Zur Bewerbung werden ausdrücklich nicht nur VerfasserInnen historischer, sozialwissenschaftlicher und museumsdidaktischer Arbeiten aufgefordert, sondern auch Studierende aus anderen Disziplinen, die sich mit den oben genannten Themen befassen.

 

Bewerbungsverfahren

 

Bewerbungen, die elektronisch oder postalisch übersandt werden können, müssen enthalten:

 

- Maximal zweiseitiges Bewerbungsschreiben (12 Punkt, 1 1/2 –zeilig, einschließlich Datum der Abgabe an der Hochschule und Nennung der Kategorie Master oder Bachelor)

 

- Abschlussarbeit in elektronischer Form oder in dreifacher Ausfertigung gedruckt

 

- Dokumentation des Abschlusses oder Gutachten der Betreuerin/des Betreuers

 

- Einseitiges Abstract des Inhaltes der Abschlussarbeit (12 Punkt, 1 1/2 –zeilig)

 

- Tabellarischer Lebenslauf

 

 

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:

Freunde des Museums der Arbeit e.V.

Wiesendamm 3

22305 Hamburg

 

mda-freunde@mda.shmh.de

 

Einsendeschluss: 1. Juni 2021

 

Ansprechpartner bei Rückfragen: PD Dr. Knud Andresen (andresen@zeitgeschichte-hamburg.de)

 

Die Preise werden auf der Mitgliederversammlung des Vereins Freunde des Museums der Arbeit im Ende August 2021 übergeben. Die Entscheidung der Jury wird bis Ende Anfang August erfolgen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

Ursula-Schneider-Preis 2020 verliehen

 

Der Freundeskreis des Hamburger Museums der Arbeit vergab im Oktober 2020 erstmals den „Ursula-Schneider-Preis für Bachelor- und Masterarbeiten“. Für den Preis bewerben konnten sich Studierende der Hamburger Hochschulen, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit Geschichte, Gegenwart & Zukunft der Arbeitswelten befassten. Eine Fachjury wählte nun aus den zahlreichen Einsendungen aus und prämierte je zwei Bachelor- und Masterarbeiten mit Preisen zwischen 500 und 2000 Euro.  Der Preis ist nach Ursula Schneider, der langjährigen Kuratorin am Museum der Arbeit, benannt.

 

Kersten Albers, Vorsitzender des Freundeskreises, erklärt: „Die vielen guten Bewerbungen zeigen eindrücklich, wie kreativ und kompetent sich Hamburger Studierende mit Themen der Arbeitswelt auseinandersetzen und Impulse geben für weitere Entwicklungen. Wir wollen versuchen, sie dabei weiter zu unterstützen und zu begleiten, soweit dies unter den aktuellen Bedingungen möglich ist.“

Ausgezeichnet wurden:

 

 1. Preis Masterarbeit: René Gabriel

 René Gabriel hat an der HafenCity Universität Hamburg eine Studie zum leerstehenden Campus an der Hebebrandstraße verfasst. Im ‚Labor für neue Formen urbaner Produktion und Arbeit‘ entwirft er Visionen für modernes gemeinschaftliches Arbeiten, verbunden mit kulturellen und sozialen Angeboten verbunden. René Gabriel regt an, in Zeiten von verstärkter Homeoffice-Arbeit über neue kollektive Arbeitsumgebungen nachzudenken.

 

2. Preis Masterarbeit: Henk Müller

Henk Müller hat an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg die Heteronormativität von Design untersucht. Müller zeigt, dass auch im Design zweigeschlechtliche Zuschreibungen zu finden sind, mit denen Geschlechterrollen normiert werden. Gerade für Museen ist es wichtig, diese Perspektive in konzeptionelle Überlegungen stärker mit einzubeziehen.

 

1. Preis Bachelorarbeit: Katharina Bierbrauer

Katharina Bierbrauer, die ihre juristische Bachelorarbeit an der Bucerius Law School eingereicht hat, untersucht, ob Höchstbegrenzungsklauseln in Sozialplänen diskriminierend sind, da langjährige Beschäftigte in der Regel bei Betriebsschließungen Geld verlieren. Auf der Höhe der juristischen Fachdebatte wägt sie rechtliche Aspekte ab. Die bisher gültigen Höchstbegrenzungsklauseln sind nach dem Anti-Diskriminierungsgesetz nicht zulässig.

 

2. Preis Bachelorarbeit: Kathrin Restorff

Kathrin Restorff, die ihre Arbeit an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management geschrieben hat, befasst sich mit „psychosozialen Widerstandsressourcen“ für die Gesundheitserhaltung bei Pflegekräften in Kliniken. Angesichts steigender psychischer Belastungen in vielen Berufen fragt sie, welche Faktoren zur Erhaltung von Gesundheit wichtig sind und verfolgt damit einen umfassenden Gesundheitsansatz, bei dem nicht allein nach krankmachenden Faktoren gefragt wird.