Archiv Reisen

Reiseerlebnisse 2017

Auf nach Dänemark im Mai und September ...

2017 war unser Ziel das neue Nationale Schifffahrtsmuseum Dänemarks in Helsingør, das Königin Margrethe II. im Oktober 2013 eingeweiht hat. Eingebettet in ein stillgelegtes Trockendock bot es reichlich Ansichtsstoff für Freunde moderner Museumspräsentation und – wichtig für uns in Hamburg – Anregungen für das neu entstehende Deutsche Hafenmuseum in unserer Stadt.

Ein architektonisches Highlight: Das neue Nationale Schifffahrtsmuseum Dänemarks in Helsingør wurde in ein ehemaliges Trockendock gebaut.

 

Auf dem Hinweg haben wir in Humlebæk (nördlich von Kopenhagen) das Louisiana Museum of Modern Art erkundet. Es ist ein architektonisches Schmuckstück und das wohl bedeutendste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Dänemark.

Am späten Nachmittag kamen wir in unserem guten Hotel „Konventum“ in Helsingør an. Dort haben wir abends auch gemeinsam gegessen. Der Samstag war der ausführlichen Erkundung des Schifffahrtsmuseums gewidmet. Wer nach-mittags noch Kraft und Lust hat, ging zu Fuß wenige 100 Meter zum berühmten Schloss Kronborg (UNESCO-Weltkulturerbe) und genoß die alte dänische Königsherrlichkeit und das shakespearesche Hamlet-Gefühl. Anschließend war die freie Gestaltung von Restnachmittag und Abend in der pulsierenden kleinen Hafenstadt mit Blick über den Øresund nach Schweden angesagt.

Der dritte Tag begann mit dem Besuch des berühmten Wikingermuseums in Roskilde mit Präsentation der fünf im Schiffsfriedhof Skuldelev geborgenen und konservierten bzw. teilrestaurierten tausend Jahre alten Wikingerschiffe. Daneben  hatten wir Einblick in eine kleine Werft, in der nach traditioneller Handwerkskunst Wikinger-Langboote hergestellt werden.

Weiter ging es über die gewaltige 18 km lange Storebæltbroen zwischen Seeland und Fünen (erbaut 1998).
 Später über die kleinere, aber immer noch beeindruk-kende Lillebæltbroen von Fünen auf’s jütländische Festland und dann nach Süden, Hamburg entgegen.

 

Reiseerlebnisse 2016

Unsere Museumsfahrten nach Frankfurt/Oder - Slubice im Mai und August 2016

Zwei Städte, zwei Länder, eine Reise – 
Blick auf Frankfurt an der Oder und Slubice.

 

2016 erkundeten wir eine Region, die in jeder Hinsicht eine sehr „grenzräumige“ Attraktivität aufweist. Auf beiden Reisen gab es wieder einmal viel Neues zu entdecken:

·      Das Industriedenkmal Schiffshebewerk Niederfinow, das im Zuge des Oder-Havel-Kanals einen Höhenunterschied von 36 Metern überwindet. 


·      Die Stadt Frankfurt und ihr polnisches Gegenüber Slubice jenseits der Oder, wo wir übernachtet haben. 


·      Die Europa-Universität Viadrina mit ihrer mehr als fünfhundertjährigen, sehr verwickelten Geschichte und höchst aktuellen Gegenwart. 


·      In Eisenhüttenstadt/Fürstenberg (Oder) haben wir uns u.a. im Dokumentationszentrum zur Alltagskultur der DDR umgeschaut. 

·      Der neu gestalteten Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück haben wir auf dem Rückweg nach Hamburg einen Besuch abgestattet.

Besuch im Hamburger Genossenschaftsmuseum

Das Hamburger Genossenschaftsmuseum ist eine Einrichtung der besonderen Art. 20 Mitglieder unseres Vereins haben sich am 16. Februar 2016 davon überzeugt.

Klein aber fein, so könnte man das Genossenschaftsmuseum beschreiben. Es ist im 11. Stock des Hamburger Gewerkschaftshauses untergebracht und seit 2014 in „Betrieb“. Es ist relativ jung und hat doch schon eine wechselvolle Geschichte, wie der Museumsleiter Herr Dr. Burchard Bösche in seiner Einführung ausführte. Die Existenz des Museums ist wesentlich der persönlichen Initiative  und dem Sponsoring aus der Heinrich-Kaufmann-Stiftung zu verdanken. Die Ausstellung zeigt 170 Jahre Genossenschaftsgeschichte, dabei spielt die PRO eine wesentliche Rolle.

Foto: Renate Wegener

 

Das Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Exponaten der Konsumgenossenschaften aus West und Ost. Vieles wurde auch von ehemaligen Mitarbeitern gespendet. Auch während unseres Besuches erschienen zwei ehemalige Verkäuferinnen, die über 40 Jahre bei der PRO gearbeitet haben.

Ein Besuch lohnt sich. Dienstags bis Donnertags haben interessierte Mitbürger Gelegenheit das Museum in der Zeit von 14 bis 16 Uhr zu besuchen. Voranmeldung ist nicht erforderlich, für Gruppen aber sinnvoll.

Reiseerlebnisse 2015

Unsere Museumsfahrten nach Hannover im Mai und September 2015

Am 29. - 31. Mai und am 4. - 6. September 2015 haben wir der niedersächsischen Landeshauptstadt einen Besuch abgestattet, der es „in sich hatte“. Unter der Reiseleitung von Hella Boden, Gerhard Lein, Friedrich Rogge und Wolfgang Wiedey gab es einmal mehr einiges wiederzusehen, aber auch vieles neu zu entdecken (Motto: Hannover "Kennt doch jeder" - "So aber nicht!").

Den Auftakt bildete am Freitag ein Besuch bei Continental/ContiTech (Bild 1). Ein Betriebsrats-mitglied hat uns kompetent „seinen“ Betrieb präsentiert, der sich im Laufe der Zeit von einem reinen Reifenhersteller zu einem Konzern mit mehreren zukunftsorientierten Sektoren entwickelt hat (z. B. Entwicklung innovativer Technologien zum Betrieb von IT-gesteuerten Autos ohne Fahrer). Danach wurde uns die Reifen-Prototypschnitzanlage in Aktion gezeigt. Vorgeführt wurde uns die Kombination von vollautomatisierten, roboter-betriebenen Schnitzarbeiten mit der handwerklichen Praxis der Mitarbeiter. Die eigenen Schnitzversuche zeigten uns, wie schwer das ist.

Am Nachmittag haben wir der Hauptverwaltung der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IGBCE) einen Informationsbesuch abgestattet (Bilder 2 + 3). Ein Hauptvorstands-mitglied und eine ehemalige Archivarin der Gewerkschaft schilderten uns prägnant und plausibel die Entwicklung der Gewerkschaft und deren aktuelle Aufgabenstellungen. Ein Rundgang durch das architektonisch schöne Gebäude rundete den Besuch ab.

Am Samstag erkundeten wir den Stadtteil Hannover-Linden mit Hilfe von zwei „Einhei-mischen“ (Bild 4). Es gab interessante Einblicke in die Geschichte und in die spezielle Sozialstruktur dieses Stadtteils.

Am Nachmittag wurde uns die Gartenbauversuchsanstalt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorgestellt (Bild 6). Dort erhielten wir einen Einblick in die faszinierenden High-Tech-Versuche für die Unter-Glas-Landwirtschaft, bei denen energetisch optimierte Gewächs-häuser wissenschaftlich getestet werden. In unmittelbarer Nachbarschaft daneben befindet sich die Gedenkstätte Ahlem, die auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Garten-bauschule deren Geschichte in der Nazi-Zeit dokumentiert und Ahlem als Ort der Verfolgung zeigt.

Eine Führung besonders durch die Kunst und Kultur der 20er Jahre in Hannover wurde uns im sehenswerten Sprengel Museum geboten. Auf der Rückfahrt nach Hamburg machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum Wietze bei Celle. In der Gegend wurde weltweit zum allerersten Mal nach Erdöl gebohrt. Wir sahen eine Ausstellung zur Bohr- und Erschließungsgeschichte der Wietzer Erdölvorkommen und ein Außengelände mit den noch an originalen Stellen befindlichen Bohr-Anlagen und eine Nachbildung eines Erdöl-Bergwerkes.

 

Fotos: Peter Raik, Michael Raik, Ulrich Rother  

Unsere Tagestour am 22. Oktober 2014 nach Uelzen

Das TeamTagesTouren berichtet, organisiert und durchgeführt wurde die Tour von Ursula und Roderich Klemm

Nun wissen wir (die 24 Teilnehmer an der Tagesfahrt), wie der Zucker in die Tüte kommt. 
Nach einer etwas komplizierteren Anreise (aus tariflichen und terminlichen Gründen begann die Reise in HH-Harburg) wurden wir kurz nach 10 Uhr in der Zuckerfabrik Uelzen empfan-gen. Bei einer Tasse Kaffee wurde uns die Rübe und ihre Bestandteile erklärt und an-schließend der Herstellungsprozess des Zuckers ausführlich erläutert. Wir erfuhren, dass die Zuckerfabrik in Uelzen eine der größten in Europa ist und deutlich über 300.000 Tonnen Zucker in einer „Kampagne“ von September bis Januar produziert. Dazu müssen etwa 2 Mio. Tonnen Zuckerrüben per LKW nach Uelzen transportiert werden. Neben dem Hauptbe-standteil Zucker wird aber auch der gesamte Rest der Rübe verwertet. Die bei der Reinigung ab gerüttelte Erde kommt auf den Acker zurück, die mit aufgenommenen Steine werden an die Bauindustrie verkauft, das Rübenkraut wird in Biogasanlagen verarbeitet und die ausgelaugten Rübenschnitzel als Viehfutter verwertet. Nach dieser interessanten Einführung starteten wir den Rundgang, geschützt durch Warnweste und Helm in leuchtorange.
Die gesamte Produktion ist in einem einzigen Gebäude untergebracht und verteilt sich über mehrere Stockwerke. Den eigentlichen Herstellungsprozess konnte man natürlich nicht sehen, alles findet in geschlossenen Systemen statt, lediglich kleine Kontrollfenster erlaubten einen Blick auf das Produkt. Erst in dem Servicebereich, in dem der fertige Zucker dann automatisch in verschiedene Gebinde verpackt, auf Paletten gestapelt und dann ins Lager transportiert wird, war sehr faszinierend.
 Alle Teilnehmer waren sehr gefangen von dem ‚geisterhaften‘ Geschehen. 
Nach gut 3 Stunden verließen wir die Fabrik, um im Restaurant „Lässig“ im Bahnhof zu Mittag zu essen.
 Anschließend wurden wir noch durch den schönen Hundertwasser-Bahnhof geführt. Dieser Bahnhof wurde Ende der 1990er Jahre zu einem Projekt der EXPO2000 ausgewählt und von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser in seinem Stil, unter Einbeziehung des vorhandenen, wilhelminischen Empfangsgebäudes umgebaut und neu gestaltet. Wesentliche Stilelemente sind die bauchige Säule aus unterschiedlich geformten Keramikelementen, mit der die Tragkon-struktion verkleidet ist, und die sog. Hundertwasser-Welle. Da in der Natur keine geraden Linien vorkommen, hat Hundertwasser überall dort, wo es möglich war, die „Gerade“ abgeschafft. So wurden Mauerabschlüsse, Treppenabgänge, Fahrstuhl- und Wartehäuser, aber auch die Bahnsteigflächen neu gestaltet. Selbst die WC’s sind in den Gestaltungsplan integriert worden. Ein weiteres Anliegen des Künstlers war der Umweltschutz. Teile der Dächer sollten begrünt und der größte Teil zur Stromerzeugung mit Fotovoltaik genutzt werden.
Vorgabe für den Künstler war, den wilhelminischen Baustil des Bahnhofsgebäudes sichtbar zu lassen und trotzdem ein Hundertwasserkunstwerk zu schaffen. Diese Aufgabe ist gelungen und der Bahnhof gehört zu den 10 schönsten Bahnhöfen weltweit. 
Mit einem abschließenden Bummel durch den Bahnhof oder einer Tasse Kaffee im Bistro endete die Tour und alle äußerten sich zufrieden. Eine Wiederholung soll es möglichst im nächsten Jahr geben.

Unsere Tagestour am 13. September 2014 nach Neumünster

In Neumünster den Faden aufgenommen

Am 13. September 2014 trafen sich 23 Reiseteilnehmer auf dem Hauptbahnhof in Hamburg, um unter Leitung von Gisela und Bernd Howe einen interessanten Tag in Neumünster zu verbringen. Geplant waren der Besuch des Textilmuseums und eine Stadtführung nach dem Mittagessen. Es klappte alles wie am Schnürchen. Das Wetter spielte mit viel Sonnenschein mit. Die Führung durch das Museum war eine Zeitreise durch die Entwicklung der Textilherstellung von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Das Sterben der deutschen Textilindustrie konnte am Schicksal der Fabriken in Neumünster gut nachvollzogen werden. Die Vorführung der Maschinen aus den unterschiedlichen Epochen machte nicht nur den technischen Fortschritt deutlich, sondern zeigte auch die Auswirkung auf die Arbeit und Arbeitsplätze. Die Ausstattung des Museums muss an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gelobt werden. Die sachkundige Führung wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausdrücklich gelobt. Das anschließende gemeinsame Mittagessen im Restaurant im Gebäude des Museums war schmackhaft und trug zur Erholung von der Führung bei. Die anschließende Stadtführung unter gleicher Leitung war informativ und aufschlussreich. Leider ist von den Fabriken im Stadtbild nichts mehr zu sehen. Über 30 Jahre Leerstand nach der Schließung haben Spuren hinterlassen. Die Stadtentwicklung in Neumünster war entscheidend durch die Entwicklung der Textilindustrie geprägt. Von der Schließung der Textilwerke hat sich Neumünster bis heute nicht ganz erholt. Trotzdem lässt sich zusammenfassend sagen: Neumünster war die Reise wert. Wir werden dieses Reiseziel sicher wieder in die Planung aufnehmen. 

Reiseerlebnisse 2014

Unsere Museumsfahrten in die deutsch-dänische Grenzregion Sønderburg im Mai und August 2014

Drei Dinge bedeuten die „halbe Miete“ für eine gelungene Museumsfahrt: Schönes Wetter, ein kundiger Busfahrer und eine gute Unterkunft. Kommt dann noch ein erlebnisreiches Programm dazu, wird die Reise perfekt. So war es auch wieder in diesem Jahr. 

Begonnen wurde mit dem Besuch der Großdruckerei CPI books GmbH/Buchfabrik Clausen & Bosse in Leck. Groß geworden ist sie mit dem Rotationsdruck von Büchern für Rowohlt. Wir wurden kompetent durch den Betrieb geführt und waren immer wieder beeindruckt vom Leistungsstandard, mit dem hier Bücher gedruckt werden (Bild 1). Nachmittags stand die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund an der dänischen Grenze im Programm (Bild 2). Danach bezogen wir Quartier im Danhostel Sønderburg. Ein Abendessen in einem Restaurant am idyllischen Hafen (Bild 3) beendete den ersten Reisetag.

Am nächsten Tag ging es zum Geschichts-zentrum Düppeler Schanzen, das an den zweiten schleswig-schen Krieg 1864 zwischen Dänemark und Preußen/Österreich erinnert (Bilder 4+5). Nachmittags besichtigten wir das Schloss Sønderburg (Bild 6).

Der dritte Tag begann mit einem Besuch der Nationalen Gedenkstätte Fröslee-Lager. Sie erinnert an das Internierungslager, das 1944 eingerichtet worden war. Dort hielt die deutsche Besatzungsmacht dänische Staatsbürger gefangen. Auf unserer letzten Station in Flensburg wurde uns die Museumswerft an der Flensburger Förde vorgestellt (Bild 7). Der abschlie-ßende Besuch im Schifffahrtsmuseum rundete das neu erworbene Wissen um die Geschichte und politisch-sozialen Besonderheiten der deutsch-dänischen Grenzregion eindrucksvoll ab (Bild 8).


Fotos: Peter Raik, Michael Raik, Ulrich Rother

Unsere Tagestour am 28. September 2013 nach Eutin

Eutin ist eine Reise wert

Das Programm versprach einen interessanten Besuch in der Stadt der Dichter und Denker,  die Eutin auch den Beinamen Weimar des Nordens eingebracht haben. Nach der Anreise mit der Bundesbahn ging es vom Bahnhof direkt zum Schloß zur Führung und Besichtigung. Wir wurden schon erwartet und hatten kurzweilige 90 Minuten, in der wir mit der Baugeschichte des Schlosses und seiner Bewohner vertraut gemacht wurden. Danach ging es zum Marktplatz, wo sich das Bauhaus Eutin befindet, das für uns schon ein deftiges Tellergericht vorbereitet hatte. Dazu wurde ein Bier aus eigener Produktion gereicht, das allen Teilnehmern hervorragend mundete und manche Nachbestellung nach sich zog. Nach längerer Pause, die den Teilnehmern Gelegenheit zur Selbsterkundung des Zentrums gab, folgte die Stadtführung über Eutin bekannte Köpfe. Beispielhaft wurde an bekannten Dichtern und Heimatforschern die Zeit um 1800 in Eutin anschaulich geschildert. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle der Komponist Carl Maria von Weber, der noch heute durch die bekannten Eutiner Festspiele geehrt wird. An die Führung schloss sich eine längere Pause an, die von allen Teilnehmern noch einmal für individuelle Interessen genutzt wurde, bevor uns der Zug zurück nach Hamburg brachte.

 

 

 

Fotos: Dr. Jürgen Ellermeyer

Reiseerlebnisse 2013

Unsere Museumsfahrt in die Region Braunschweig im Mai und August 2013

 

Es war wiederum ein interessantes Programm mit vielen Entdeckungen, das sich unsere erfahrene Reiseleitung ausgedacht hatte. Dafür ein Dankeschön an Hella Boden, Friedrich Rogge, Ulrich Bauche und Gernot Krankenhagen. Zur Erinnerung daran gibt es einige Bilder von dem, was wir gesehen und erlebt haben.

 

Das erste Ziel war der ALSTOM-Standort in Salzgitter. In dem internationalen Techno-logiekonzern werden u.a. auch die neuen U-Bahn-Züge der Hamburger Hochbahn (DT5) gefertigt. In der Vergangenheit wurden dort z.B. die Züge der Hamburger Straßenbahn (5) hergestellt, die im Werksmuseum ausgestellt sind. In Braunschweig haben wir bei einer Führung die Altstadt (2) und das Landesmuseum mit dem jüdischen Museum (3) kennen-gelernt. In der VW-Stadt Wolfsburg (1) wurden wir im Stadtmuseum Schloss Wolfsburg durch die anregende Ausstellung "Der Rhythmus der Stadt. Wolfsburger Leben im Takt des VW-Werkes" (4) geführt.

In Wolfsburg ging es am Nachmittag ins Science-Center Phæno mit einem spektakulären Bau der irakischen Architektin Zaha Habib (6). Im "Phæno - Welt der Phänomene" gibt es hunderte von naturwissenschaftlichen Experimenten zum Staunen, Selbst-Versuchen und Lernen (10). Wir hätten dort noch viele Stunden verbringen können, so faszinierend war es! Ein weiterer Höhepunkt war die Ernst-August Bibliothek (9) in Wolfenbüttel, einer Stadt mit schmucken Fachwerkhäusern (7). Zum Schluss ging es weiter zur KZ-Gedenkstätte in Salzgitter-Drütte (8).

 

Fotos: Peter Raik, Michael Raik, Matthias Rojahn

Reiseerlebnisse 2012

 

Unsere Museumsfahrt nach Osnabrück

Im Mai und August 2012

 

Warum nach Osnabrück? Wir geben zu, unter den eventverwöhnten Museums-fahrtexperten gab es diesmal auch Skeptiker. Aber nur vor der Fahrt. Im Rückblick stellen wir fest: Osnabrück ist eine Reise wert! Es war wieder einmal eine Museumsfahrt mit vielen Entdeckungen. Dafür ein Kompliment an Ulrich Bauche, Friedrich Rogge und Gernot Krankenhagen für gelungene Vorbereitung. Und ein Dankeschön an Hella Boden für die gute Organisation.

 

Zur Erinnerung an diese wunderbare Reise einige Bilder von dem, was wir gesehen und erlebt haben.

Eine Zeitreise durch die Industriegeschichte

Kohle wurde nicht nur im Ruhrgebiet abgebaut, sondern bis ins letzte Jahrhundert hinein auch in der Nähe von Osnabrück. Davon zeugt das "Haseschachtgebäude" mit dem Museum Industriekultur Osnabrück. Beeindruckt haben uns vor allem die großen ehemals dampfbetriebenen Förder- und Pumpanlagen (2) und ein Gang durch den letzten erhal-tenen Stollen der Zeche (3). Eine Bimmelbahntour rund um ein riesiges Steinbruchareal schloss die Besichtigung ab (4). 

Dann ein Zeitsprung. Wir besuchten die Georgsmarienhütte, eines der modernsten Stahlwerke der Welt. Hochöfen sucht man hier vergebens. Rauchende Schlote ebenfalls. Hier wird Stahl mit Strom erzeugt. Nach einem einführenden Vortrag (5) folgte der Rundgang durch die Anlage. Die Werksbilder (6 u. 7) vermitteln nur eingeschränkt, was wir als Besucher erlebten. Weißglühende Metallströme werden wie von Geisterhand zu Blechen gewalzt, meterlangen Strängen gezogen oder Rohren geformt. Der Vormittag in der Georgsmarienhütte gehörte zu den Höhepunkten dieser Museumsfahrt.

 

Wir haben noch mehr entdeckt

Das Rathaus: Hier wurde 1648 der Westfälische Frieden ausgehandelt, der den dreißig-jährigen Krieg beendete (8). Der Maler Felix Nussbaum (1904–1944) gehört zu den großen Söhnen der Stadt. Das Felix-Nussbaum-Haus zeigt seine Bilder und ist ein Werk des Architekten Daniel Libeskind (9). Mitten in der Stadt: Der gewaltige Dom St. Peter aus dem 13. Jahrhundert (10). Südlich von Osnabrück liegt der Kurort Bad Rothenfelde. Für die erholsame Luft sorgt das größte Gradierwerk Europas (11). Wir haben es nicht nur von außen bestaunt, sondern auch das "Innenleben" kennengelernt (12).