Mit den Freunden unterwegs

Mehrmals im Jahr geht der Verein auf Tour. Im Programm: Tagesfahrten zu interessanten Betrieben, Museen und Kulturstätten in der Umgebung Ham-burgs, mehrtätige Erlebnisreisen zu bedeutenden Stätten der Industrie- und Sozialgeschichte in Deutschland und dem angrenzenden Ausland. 

Die Vier vom MdA Reise-Team (v.l.):

Wolfgang Wiedey, Friedrich Rogge, Gerhard Lein und Ullrich Voigt

MUSEUMSFAHRT 2018

© Stadt Halle (Saale), Pressestelle

 

Museumsfahrt nach Halle (Saale)

 

Das war neu in diesem Jahr: Wir Museumsfreunde konnten wählen zwischen zwei themengleichen Museumsfahrten.  Die eine war eine Dreitage- und die andere eine Viertage-Reise. Die Nachfrage glich sich aus, so dass unsere Busse im Mai und im August gut ausgelastet waren. Beide Programme waren an drei Tagen identisch, nur der vierte war ein eingeschobener „Special Friday“. Doch der Reihe nach: Erste Pause an der Gedenkstätte Marienborn, früherer Grenzübergang zwischen der BRD und der DDR. Viele hatten ihn noch aus Zeiten vor 1989 in unguter persönlicher Erinnerung.

 

Dann Mittagessen im Zentrum von Halle (Saale) im urigen Gasthaus „Zum Schad“. Danach Führung im Stadtmuseum. Zwischendurch Gepäcktransport ins Hotel durch unseren cleveren Busfahrer. Einchecken und frisch machen für das Abendessen im „Krug zum Grünen Kranze“ mit Blick auf Saale und Burg Giebichenstein Dort wurden wir schon am Eingang als Hamburger Museumsfreunde des MdA mit einer großen Willkommenstafel begrüßt.

 

Der Samstag begann mit dem Besuch der bedrückend-eindrucksvollen Gedenkstätte „Roter Ochse“, Leidensort vieler politischer Gefangener in Kaiserreich und zwei Diktaturen. Die weltberühmte Himmelsscheibe von Nebra bekamen wir gleich an zwei Stellen zu sehen: im Erlebniszentrum nahe dem Fundort und im außerordentlich professionell gestalteten Landesmuseum für Vorgeschichte.

 

Nach dem Auschecken am Sonntag besuchten wir das Kunstmuseum Moritzburg,ein in alte entkernte Außenmauern hineingebautes, eindrucksvolles, offenes und doch verschachteltes Raumensemble, in dem die Kunstepochen im Deutschland des 20. Jahrhunderts präsentiert werden. Als letzte Sonntags-Station ein kleiner Teil der original erhaltenen Produktionsstätten des Filmwerkes Wolfen (früher Agfa), zeitweilig nahezu Monopolist der Filmherstellung bei Kinofilmen, authentisch erklärt von engagierten ehemaligen Mitarbeitern.

 

Und dann der eingeschobene Freitag: Morgens das Deutsche Chemiemuseum Merseburg mit einer gewaltigen Chemietechnik-Sammlung und ehrenamtlichen Betreuern aus der benachbarten Fachhochschule, dann das Städtchen Naumburg mit dem seit Jahrhunderten keiner Kirche, sondern einer selbstständigen Stiftung gehörenden Dom und seiner berühmten und beeindruckenden Stifterfigur Uta (neuerdings UNESCO-Welterbe). Schließlich eine Einführung in die vielfältigen Geheimnisse der Sektherstellung in Freyburg/Unstrut (Rotkäppchen- Mumm) mit Verkostung. Ein eigenständiges Rahmenprogramm boten die Händel-Festspiele im Mai und das Laternen-Volksfest an und auf der Saale (für Nachtschwärmer) im August.

 

Fazit: gelungene Programm-Mischung, große Zufriedenheit und Zustimmung der rund 80 ReiseteilnehmerInnen und auch der ehrenamtlichen Programmplaner und Reiseleiter. -Gerhard Lein-

Tagestour 2018

Lauenburg – die alte Schifferstadt an der Elbe

 

 

Bei unserem Besuch in Lauenburg am 26. Juni lernten wir im Elbschifffahrtsmuseum Interessantes über die Geschichte der Flusschiffahrt. Lauenburg war im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz auf dem Weg zur Ostsee, speziell nach Lübeck. Salz aus Lüneburg wurde auf Karren nach Lauenburg transportiert. Dazu überquerte man die Elbe auf einer Furt bei Altenburg. In Lauenburg wurde das Salz auf Boote umgeschlagen, die den dort in die Elbe mündenden Stecknitzkanal dann bis Lübeck nutzten. Der Transport auf Booten war schneller und effektiver, da die Boote eine deutlich höhere Nutzlast transportierten.

 

 

Der Antrieb dieser Boote erfolgte noch nicht mit Maschinen, Pferde oder Menschen zogen sie vom Ufer aus mit langen Seilen, eine schwere Arbeit, die Treideln genannt wurde. Auch auf der Elbe wurden die Frachtschiffe getreidelt. Nach Erfindung der Dampfmaschine wurden dann Schlepper eingesetzt, die sich an einer langen Eisenkette durch den Fluss zogen und immer mehrere Schleppkähne am Haken hatten. Schwierig und manchmal auf gefährlich wurde es, wenn die Kette riss oder ein anderer Schleppzug entgegen kam.

 

 

Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung waren Dampf- und Dieselmaschinen unterschiedlicher Größe und Leistung, die alle in Bewegung gesetzt werden konnten. -Roderich Klemm-