Mit den Freunden unterwegs

Mehrmals im Jahr geht der Verein auf Tour. Im Programm: Tagesfahrten zu interessanten Betrieben, Museen und Kulturstätten in der Umgebung Ham-burgs, mehrtätige Erlebnisreisen zu bedeutenden Stätten der Industrie- und Sozialgeschichte in Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Ehe-malige Mitarbeiter aus dem Museum helfen bei der Auswahl der Reiseziele, arrangieren gute Führungen und sorgen für die wissenschaftliche Betreu-ung der Fahrten. 

Wir bleiben reiselustig

MUSEUMSFAHRT 2018

Wir entdecken Halle an der Saale und Umgebung

© Stadt Halle (Saale), Pressestelle

 

Die Stadt selbst hat trotz großer Substanzverluste durch den Krieg noch immer schöne Ecken: die Franckesche Stiftung beherbergt ansehnliche Museen, es gibt das Technische Salinemuseum und in der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels werden wir sicherlich musikalisch verzaubert. Kaum jemand weiß, dass Halle
 eine der ältesten Schokoladenfabriken Deutschlands beherbergt und damit über die süßeste Versuchung, die Halloren-Kugel, verfügt. Nördlich finden wir im Chemiepark Bitterfeld das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Agfa/Orwo). Dort werden wir uns über die Geschichte der Region und die „Abwicklung“ des Chemie-Zentrums Leuna nach der Wende berichten lassen. Dass wir immer auch Wert auf Begegnungen mit Stätten des Gedenkens an die dunkelste Zeit unseres Landes legen, versteht sich. In Halle steht dafür der „Rote Ochse“ im Programm, die Justizvollzugsanstalt, die unter den Nazis und der DDR traurigen Ruhm erworben hat. Gaumenverwöhnte bekommen Kostproben in der Rotkäppchen-Sektkellerei im Saale-Unstrut Weinbaugebiet. Wir besichtigen die Produktionsanlagen und probieren die Ergebnisse, auch herbe Tropfen für feinfühlige Zungen.

 

Kosten wird es wieder bis 300 Euro für Fahrt, Übernachtung, Frühstück und Programm. Die Termine werden sein: 25. bis 27. Mai und 24. bis 26. August. Im Vorbereitungskreis überlegen wir aber auch, ob eine der beiden Reisen schon an einem Donnerstag beginnen kann, also auf vier Tage mit drei Übernachtungen und erweitertem Programm ausgedehnt wird. Kostet natürlich etwas mehr (+ ca. 70 Euro).

 

Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax an das Vereinsbüro. Bitte dabei auch angeben, ob die gewünschte Fahrt als Drei- oder Vier-Tagereise erfolgen soll. Wir werden dann mit dem Vereinsvorstand in Verhandlungen treten und per Rundbrief genauer informieren. 

Tagestouren 2017

Das Team Tagestouren (Doris Schiller, Günter Henke, Gisela und Bernd Howe, Uschi und Roderich Klemm) hat für 2017 aus einer Fülle möglicher Ziele einige interessante Orte herausgesucht. Bei der Auswahl ging es auch diesmal wieder darum, Touren zusammenzustellen, die in einem sachlichen Zusammenhang mit unserem Museum stehen, um nicht beliebig zu werden.

 

Wir hoffen mit diesem Angebot für Vereinsmitglieder einen unterhaltsamen Beitrag für das Vereinsleben zu leisten.
 Gäste sind in Begleitung von Vereinsmitgliedern herzlich willkommen. 

Faszination Flugzeugtechnik

ist das Leitthema der Tagestour am 8. November 2017 in Hamburg-Fuhlsbüttel. Es handelt sich um ein Informationsangebot der Lufthansa Technik. Einmal hinter die Kulissen sehen und mit persönlichen Eindrücken zurückkehren. Um 12.30 Uhr Treffpunkt an der LH-Basis. Um 13 Uhr Begrüßung im Lufthansa-Besucherzentrum. Anschließend sehen wir einen kurzen Film über die vielfältigen Aufgaben als Einstimmung in den Rundgang. Die anschließende Tour führt durch die Überholungshallen und die Triebwerkwerkstatt. Dauer der Besichtigung ca. 90 Minuten zu Fuß. Insgesamt mit Einführung ca. 120 Minuten. Im Anschluss daran haben wir Gele- genheit, im Restaurantbereich bei Kaffee und Kuchen die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

 

  

Foto: Gabriela Horn

 

Diese Tagestour organisiert unser neues Teammitglied Gabriela Horn mit Unterstützung des gesamten Teams.

Treffpunkt ist am 8. November 2017, um 12.30 Uhr, bei der Haltestelle Lufthansa-Basis, auf dem Parkplatz vor dem Besucherzentrum, Weg beim Jäger 193, 22335 Hamburg. Zu erreichen u.a. mit den Bussen 23, 39, 34.

 

Achtung: Es ist ein gültiger Personalausweis zum Einlass erforderlich. Bitte mitbringen.

 

Kosten: 20 Euro für Mitglieder. Nichtmitglieder 25 Euro. Bitte überweisen Sie den Betrag auf das Konto des Vereins bei der HASPA: IBAN: DE84 2005 05501 209 127479 Auf der Überweisung bitte das Kennwort: Lufthansa angeben. Die Überweisung ist zugleich die Anmeldung.

 

25 Personen inkl. Reiseleitung können dabei sein. Die Reihenfolge des Eingangs der Überweisungen entscheidet über die Teilnahme. Es folgt eine Bestätigung.


Reiseleitung: Gabriela Horn und Günther Henke.

Anmeldeschluss 25. Oktober 2017

Pfeffersäcke mit Musik

Tagestour in die Handelskammer Hamburg am 23. März 2017.

20 Mitglieder und Gäste des Fördervereins Freunde des Museum der Arbeit Hamburg trafen sich um 12.OO Uhr in der Lobby der Handelskammer zu einer interessanten Veranstaltung. Zunächst gab es ein Konzert (kostenlos) von 30 Minuten Dauer. Es war das 362. Lunchkonzert nach Werken von Franz Schubert. Solisten waren Jale Papila, Alt und Franck-Thomas Link, Klavier. Anschließend trafen wir uns wieder in der Lobby um unter der Führung von Frau Cornils (hamburgtouren) die Handelskammer zu erkunden. Wir begannen die Besichti-gung zunächst in der neu erbauten Akademie der HK, vis a vis zum alten Hauptgebäude. Danach gingen wir in das Hauptgebäude, wo uns Frau Cornils mit der Baugeschichte und den Funktionen in der Handelskammer vertraut machte. Wir besichtigten auch das Haus im Haus und stiegen der Handels-kammer aufs Dach. Dort erlebten wir, wie aus Pfefferkörnern Gold wurde. Gold zum Lutschen. Die Führung war kurzweilig und interessant, sodass wir um 15.00 Uhr Mühe hatten abzubrechen, weil im Café Haferland bereits eine gedeckte Tafel mit Kuchen und Kaffee auf uns wartete. Um 16.30 Uhr fand die Tagestour ihr natürliches Ende. Voller Eindrücke und gesättigt traten wir den Heimweg an. Es war eine tolle Veranstaltung nach Meinung der Teilnehmerinnen und Teilneh-mer.

 

Ludwigsluster Carton

Tagestour am 20. Mai 2017 nach Ludwigslust

Mit einer "quälenden" Frage in uns sind wir am 20.Mai 2017 nach Ludwigslust gereist: Was ist Ludwigsluster Carton? Die Antwort soll sich im Schloss finden lassen.

Nach einer knappen Stunde Bahnfahrt und einem 20-minütigem Spaziergang, am Ende durch den schönen Schlosspark, erreichten wir den weiten Platz vor dem Schloss, schon mal begrüßt durch den Erbauer Herzog Friedrich Franz I., herab von seinem steinernen Sockel. Ein kurzer Rundblick ließ eine interessant gestaltete Anlage erkennen mit verschiedenen Sichtachsen, einmal über eine breite Wasserkaskade auf die ehemalige Hofkirche,  rechtwinklig dazu der Blick in die barocke Schlossstraße.  Der Ostflügel des Schlosses, in dem sich die Räume des Herzogs befinden, ist vor kurzem renoviert worden und steht nun den Besuchern offen. Ein redegewandter und durch sehr viel Wissen auffallender Schlossführer übernahm unsere Gruppe und konnte uns anschaulich die Ausstattung und die spezielle Nutzung erläutern, immer eingebettet in das jeweilige regionale, nationale und auch internationale Zeitgeschehen. Im großen und überaus prächtigen Goldenen Saal wurde nun endlich das Geheimnis  des Ludwigsluster Cartons gelüftet: die meisten Ornamente, Stukkaturen, Figuren wurden nicht in Stein gemeißelt oder mit Gips geformt, sondern aus Papier-maché, das den Vorteil hat, viel leichter und billiger zu sein, als herkömmliche Werkstoffe, sogar wetterfest war es durch ein spezielles Verfahren, das der Erfinder leider mit ins Grab genommen hat. Ein noch größerer Vorteil lag in der Möglichkeit, die einzelnen Ornamente nach den Zeichnungen des Architekten im Voraus in beliebiger Anzahl herzustellen. Dadurch konnte das Schloss in deutlich kürzerer Zeit fertiggestellt werden.

Mit viel neuem Wissen und platten Füßen strebten wir in die Alte Wache zum Mittagessen und genossen die Pause.

Anschließend stand eine Stadtführung auf dem Programm. Wir erfuhren etwas über die Entstehung der Stadt, den Bau der Kanäle, die das Schloss mit Trinkwasser und die Wasserspiele mit der notwendigen Menge an Wasser versorgten. Der Herzog hat an der Planung und Umsetzung interessiert mitgewirkt. Nach dem Besuch der Hofkirche, heute Stadtkirche, immer evangelisch, und der Führung durch die Schlossstraße endete der Ausflug. Alle Teilnehmer haben das Angebot genossen und waren sehr zufrieden, wie die Reiseleiter am Ende auch.

Jungfrauen zum Anbeißen

Tagestour nach Glückstadt am 19.8.2017

Wissen Sie, warum die Jungfrauen in Glückstadt so begehrt sind? Sie sind besonders zart und lecker! Gemeint sind natürlich die frischen Matjes, die nach alter Tradition noch in Handarbeit gefertigt werden. Bevor es dazu kam galt es zunächst einen interessanten Besuch im Stellwerk und anschließend im Lokschuppen und bei den dort abgestellten Güterwagen zu absolvieren. Beides wird vom Marschbahnverein e.V. betreut und verwaltet. Die Mitglieder Dieter Meier im Stellwerk und Ewald Jahrsdorfer gaben uns viele interessante Informationen.

Die Marschbahn, eine in Elmshorn von der 1844 eröffneten Altona-Kieler-Eisenbahn abzweigende Bahn, erschloss ab 1845 schrittweise bis 1887 das Land in Richtung Marsch bis zur ehemaligen dänischen Grenze bei Ribe, weit jenseits vom heute dänischen Tondern. Seit dem 1. Juni 1927 kann man von Niebüll ausgehend über den neu erbauten Hindenburgdamm nach Westerland auf Sylt reisen.

Danach ging es zu den Jungfrauen im Ratskeller Glückstadt. Dort erwartete uns schon eine gedeckte Tafel. Wir konnten zusammen mit einem Getränk den Matjes pur mit Schwarzbrot genießen.

Gestärkt konnten wir uns auf den nächsten Programmpunkt vorbereiten, eine Stadtführung, die an der Stadtkirche begann. Frau Kardel begrüßte uns zum Historischen Rundgang mit Kirche. Nach einer kurzen Einführung bei strahlendem Sonnenschein begann die Führung in der Kirche. Schon bald entpuppte sich Frau Kardel als glühende Verehrerin von König Christian dem IV. Er war der Stadtgründer und begleitete die Gründung und den Aufbau der Stadt über viele Jahre. Frau Kordel gestaltete den Rund gang kurzweilig und interessant. Anschließend war am Markt noch Gelegenheit für eine Pause bei Kaffee und Kuchen, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Hamburg ging.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig. Glückstadt ist eine Reise wert, nicht nur des Matjes wegen. Aber auch.