Aktuelles - Archiv 2013 - 1. Hj.

7. Juni 2013

Unser Freundeskreis steht prima da

Notizen von der Mitgliederversammlung in der „Alten Fabrik“ am 27. Mai 2013

Blick auf den Vorstandstisch. Von links: Achim Karsten, Prof. Dr. Kirsten Baumann,  Gert Hinnerk Behlmer, Gernot Krankenhagen, Ulrich Rother.
Blick auf den Vorstandstisch. Von links: Achim Karsten, Prof. Dr. Kirsten Baumann, Gert Hinnerk Behlmer, Gernot Krankenhagen, Ulrich Rother.
Neuer frischer Wind im Hafenmuseum: Ursula Richenberger
Neuer frischer Wind im Hafenmuseum: Ursula Richenberger
Erster Abschiedsstrauß für Prof. Dr. Kirsten Baumann.
Erster Abschiedsstrauß für Prof. Dr. Kirsten Baumann.

Über 100 Mitglieder sind erschienen, die Veranstaltung ist gut besucht. Gutes weiß auch der Vorstand zu berichten. Der Verein ist weiter gewachsen, hat jetzt 1071 Mitglieder. Das Engagement der aktiven Mitglieder wird gelobt: „Freiwillige Mitarbeit im Museum und für den Verein ist die Stärke unseres Freundeskreises.“ Die Revision hat den Kassenbericht geprüft, alles ist korrekt. Der Haushaltsplan 2013 wird erläutert, es gibt keine Einwände. Der Vorstand wird einstimmig – bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder – entlastet.

Prof. Dr. Kirsten Baumann legt die Museumsbilanz 2012 vor: Besucherzahlen, drei neue Ausstellungen, durchgeführte Veranstaltungen. Resumée: „2012 war für unser Museum ein erfolgreiches Jahr“. Der nachfolgende Ausblick auf das Ausstellungsprogramm 2013 und 2014 lässt für die Zukunft Ähnliches erwarten. Dann fallen die ersten Abschiedsworte und es gibt ein Dankeschön an die Mitglieder für die engagierte Unterstützung des Museums: „Sie sind ein toller Freundeskreis.“ Die offizielle Abschiedsveranstaltung für Dr. Baumann soll Mitte August stattfinden.

Die Versammlung begrüßt auch einen Gast. Ursula Richenberger stellt sich als neue Leiterin des Hafenmuseums Hamburg vor und überzeugt mit ihrem frisch-fröhlichem Auftritt: Am Standort Hafen weht ein neuer frischer Wind.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung kann im Vereinsbüro bei Reinert Robbe (Tel. 428 133 520) eingesehen werden.

 

28. Mai 2013

Museum der Arbeit mit neuer Homepage

Die neue Homepage
Die neue Homepage

Die bisherige Home-page des Museums der Arbeit stammte noch aus der Gründerzeit des Hauses und hatte gute Dienste geleistet. Es wurde Zeit für einen neuen Auftritt. Den haben im Auftrag der Stiftung Historische Museen Hamburg und nach dem Konzept des Museums die Web-designer von arte-misium geliefert. Unser Museum präsentiert sich jetzt im Internet so, wie wir es schon immer sehen wollten. Kompliment an die Gestalter. Glückwunsch an das Museum. Und an unsere Mitglieder die Empfehlung: Seht euch diese neuen Seiten an!

Am besten sofort unter www.museum-der-arbeit.de

 

27. Mai 2013

"Kindheit" ist eines der schönsten Bücher 2013

Über die Premiere des Buches „Kindheit“ von Peggy Parnass mit Holzschnitten von Tita do Rêgo Silva haben wir im vergangenen Herbst berichtet (siehe Aktuelles 2012). Jetzt gibt es dazu eine neue Meldung. Die Stiftung Buch-kunst hat das Buch als eines der „Schönsten Bücher 2013“ prämiert! Um den Preis hatten sich 723 Titel beworben, 25 wurden ausge-zeichnet. Für „Kindheit“ ist der Titelgewinn auch deshalb bemerkenswert, weil das Buch komplett im traditionellen Buchdruck herge-stellt wurde. Darum an dieser Stelle auch ein Glückwunsch an Walter Fischer, Klaus Raasch und Lothar Schumann, die das Werk auf dem „Heidelberger Zylinder“ in der Druck-werkstatt im Museum der Arbeit produziert haben. Weitere Informationen über die Buchprämierung unter http://www.stiftung-buchkunst.de/

8. Mai 2013

Baustelle wurde zur Fundstelle

Fundstücke aus der Pfeifenproduktion der NYH: Teile für Tabakpfeifen aus Hart-gummi und Pfeifenköpfe aus Ton, die mit Hartgummi umhüllt wurden.
Fundstücke aus der Pfeifenproduktion der NYH: Teile für Tabakpfeifen aus Hart-gummi und Pfeifenköpfe aus Ton, die mit Hartgummi umhüllt wurden.

Aufmerksame Bauarbeiter haben bei Grabungsarbeiten auf dem Bert-Kaempfert-Platz vor dem Museum der Arbeit Funde gemacht, über die sich unser Museum freut. Gefunden wurden unter anderem Teile von Hartgummi-pfeifen aus der Produktion der New York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) sowie zahlreiche (leere!) Bier- und Wasserflaschen von Brauereien aus Barmbek und Umgebung. Bei den Pfeifenteilen handelt es sich wahrscheinlich um aussortierte Fehlfabrikate, die Flaschen dürften von Bauarbeitern während des Barmbeker Baubooms um 1900 zurückgelassen worden sein. Auf dem Gelände des heutigen Paul-Kämpfert-Platz stand früher die 1898 errichtete „Kleine Fabrik“ der NYH.

 

Die Bier- und Wasserflaschen von der Fundstelle. Dafür dürften sich auch Sammler interessieren und Stadtteil-forscher, die den Spuren alter Barmbeker Betriebe nachgehen.
Die Bier- und Wasserflaschen von der Fundstelle. Dafür dürften sich auch Sammler interessieren und Stadtteil-forscher, die den Spuren alter Barmbeker Betriebe nachgehen.
Der aufmerksame Bautrupp, dem das Museum die Fundstücke verdankt. Von links: Andre v. Boden, Bernd Kellermann (Fa. Eggers), Jantko Rettich (Fa. Hilde-brandt). Oben: Robert Schult (Fa. Eggers). Ganz rechts: Dr. Jürgen Bönig vom Museum, Initiator der Suche.
Der aufmerksame Bautrupp, dem das Museum die Fundstücke verdankt. Von links: Andre v. Boden, Bernd Kellermann (Fa. Eggers), Jantko Rettich (Fa. Hilde-brandt). Oben: Robert Schult (Fa. Eggers). Ganz rechts: Dr. Jürgen Bönig vom Museum, Initiator der Suche.

30. April 2013

Sonderausstellung "Who cares?" eröffnet

Cornelia Prüfer-Storcks bei ihrer Eröffnungsrede. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz hat die Schirmherrschaft über die Ausstellung „Who cares?“ übernommen.
Cornelia Prüfer-Storcks bei ihrer Eröffnungsrede. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz hat die Schirmherrschaft über die Ausstellung „Who cares?“ übernommen.

Über 200 Gäste waren der Einladung des Museums zum Start von „Who cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege“ gefolgt. Sie erlebten eine gute Einführung durch prominente Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Gewerkschaften. Es sprachen unter anderem Wolfgang Rose (Mitglied des Kulturbeirates des Ev. Kirchentages in Hamburg, ehemaliger Landesvor-sitzender von Verdi Hamburg), Thomas Wortmann (Landesgeschäftsführer der BARMER GEK Nord) und Pastor Dr. Stefan Stiegler (Vorstand des Albertinen-Diakonie-werks e. V.). 

Mehr zur Ausstellung und dem umfangreichen Rahmenprogramm unter www.museum-der-arbeit.de

Sachliche Kühle: Teile der Ausstellung ver-mitteln die Atmosphäre eines modernen Krankenhauses.
Sachliche Kühle: Teile der Ausstellung ver-mitteln die Atmosphäre eines modernen Krankenhauses.
Blick hinter die Kulissen des Kranken-hausbetriebs: Flexible Übungspuppe für Auszubildende in der Krankenpflege.
Blick hinter die Kulissen des Kranken-hausbetriebs: Flexible Übungspuppe für Auszubildende in der Krankenpflege.

18. April 2013

Museumshofsanierung: Die Maulwürfe sind wieder aktiv

Im Januar begannen die Sa-nierungsarbeiten auf dem Bert-Kämpfert-Platz. Dann kam der März und mit ihm eine unge-wöhnliche Kältewelle. Die Ar-beiten mussten für mehrere Wochen unterbrochen werden, weil der Boden gefroren war. Doch das ist vorbei. Seit Mitte April wird vor dem Museum der Arbeit wieder gearbeitet. Unser Bild zeigt den Stand der Arbeiten am 18. April. Die Bagger haben sich bis zum Museumgelände vorgearbeitet; von der Treppe, die auf den Bert-Kämpfert-Platz führte, sind nur noch Trümmer vorhanden, die auf den Abtransport warten.  

13. April 2013

Rekordbesuch in der "Langen Nacht"

53 Hamburger Museen hatten in der Nacht vom 13. April ihre Türen für Besucher geöffnet. 30.000 Hamburger ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und gingen auf Museumstour. Besondere Anziehungskraft hatte wieder einmal das Angebot des Museums der Arbeit. Anfahrt mit dem Alsterdampfer, Mitmach-aktionen auf dem Museumshof und im Museum, Feuerwerk –  das wollten sich viele nicht entgehen lassen. Ergebnis: Ein Rekordbesuch mit über 4.000 Gästen. Und ein Rekordeinsatz der Museumsmitarbeiter und freiwilligen Helfern, den die Museumsleitung mit einem E-Mail an die Beteiligten würdigte.

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Museums der Arbeit, 

liebe ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für das riesige Engagement bei der Langen Nacht der Museen am letzten Sonnabend bedanken. Mit über 4.000 Gästen im Museum waren wir hervorragend besucht, die Stimmung war toll, es hat richtig Spaß gemacht! Das war eine wunderbare Werbung für das Haus.

Bitte sagen Sie meinen Dank auch weiter an jene, die nicht per Mail erreichbar sind. Sie sind Spitze!

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Kirsten Baumann

Einer der vielen Besuchermagnete in der „Langen Nacht“ war die sehenswerte Sonderausstellung „Holz bewegt“ in der Alten Fabrik.
Einer der vielen Besuchermagnete in der „Langen Nacht“ war die sehenswerte Sonderausstellung „Holz bewegt“ in der Alten Fabrik.

27. Februar 2013

Kirsten Baumann geht nach Schleswig

Jetzt steht fest: Kirsten Baumann verlässt das Museum der Arbeit und wird Direktorin des Museums für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf, Schleswig. Die Hamburger Presse hat bereits darüber berichtet. Hier die offizielle Bekanntgabe der Kulturbehörde: 

Stellungnahme des Vorstandes

Wir bedauern, dass Kirsten Baumann das Museum der Arbeit verlässt und hätten sie auch weiterhin gerne unterstützt. In schwierigen Zeiten hat sie sich engagiert für unser Museum eingesetzt und im politischen Raum hartnäckig für eine ange-messene Finanzierung der Museen gestritten. Meinungsverschiedenheiten hatten wir bei der Einschätzung der Rolle der Stiftung Historische Museen. Im Museum der Arbeit hat sie die Erneuerung der Dauerausstellung sowie attraktive Sonder-ausstellungen ermöglicht, durch eine sozialkritische Veranstaltungsreihe das Profil geschärft und die bauliche Gestaltung des Freiraums vorangetrieben. Dafür danken wir ihr sehr und können – da es ihr Wunsch war – zur erfolgreichen Bewerbung in Gottorf nur herzlich gratulieren

 

Für den Vorstand der Freunde des Museums der Arbeit

 

Gert Hinnerk Behlmer

Vorsitzender

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19. Februar 2013

Lokomotive im Kreisverkehr

Seit Dezember 2012 steht im Kreisverkehr vor dem Barmbeker Bahnhof eine blaurote Lokomotive – ein viel bestauntes Objekt, das gute Chancen hat, zu einem Barmbeker Wahrzeichen zu werden. Darüber würde man sich im Museum der Arbeit freuen, denn es ist Eigentümer des Objekts. Die Lok ist eine feuerlose Dampfspeicher-Lokomotive, die bis in die 1990er Jahre auf dem HEW-Werksgelände in Tiefstak fuhr. Nach ihrer Ausmusterung gelangte sie über diverse Abstellgleise in den Besitz der Stiftung Hamburg Maritim.

Im Oktober 2010 wurde die Lok dem Museum angeboten, zeitgleich suchte der Bezirk Hamburg Nord ein Objekt für den neuen Verkehrskreisel vor dem Globe-trotter-Gebäude. Es folgte, wie Projektleiter Till Schröder es nennt, ein „zwei-jähriger Hürdenlauf, der  – mit großer Ausdauer und geringen finanziellen Mitteln bestritten – Kompromisse erforderte“.

Ergebnis: Der Bezirk, die Hamburger Hochbahn und Globetrotter-Ausrüstung ermöglichten Restaurierung, Transport und Aufstellung der Lok. Am 12. Dezem-ber verließ die restaurierte Lok Wilhelmsburg und wurde in Barmbek neu aufgestellt. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Für noch rätselnde Passanten, wofür die Lokomotive steht, wird eine Infotafel folgen.

Dampfspeicherlok auf Fuhle-Kreisel – neues Wahrzeichen für Barmbek?
Dampfspeicherlok auf Fuhle-Kreisel – neues Wahrzeichen für Barmbek?

15. Februar 2013

Maulwürfe vor dem Museum

Seit Beginn des Jahres 2013 wird auf dem Bert-Kaempfert-Platz, zwischen Turmbunker und Globetrotter gelegen, der Boden aufgerissen und abgetragen. Die langjährig geplante Sanierung, die auch den Museumshof und die schon restaurierten alten Fabrikgebäude einbezieht, hat begonnen. Die Hofsanierung gliedert sich in drei Bauabschnitte und wird bis in den Herbst andauern – Planung und Durchführung: städtische IMPF (Hamburgische Immobilien Management Gesellschaft). Die derzeitige „Phase 1“ soll im April enden, wobei der Platz eine neue Asphaltdecke bekommt. Der Wochenmarkt findet dort später wieder statt. Autoparkplätze entfallen, dafür entsteht eine große Skaterbahn. Das Areal – vom Wiesendamm über den Museumshof bis zum Schneidrad TRUDE – wird abfallend auf einer Ebene verlaufen, ohne Treppe und barrierefrei. Museumsdirektorin Prof. Kirsten Baumann sieht die Tätigkeiten mit einem weinenden und einem lachenden Auge: „Wir werden bei Besucherzahlen und  Veranstaltungen Einbußen hinnehmen müssen, aber dann wird unser Museumshof noch schöner sein, als er jetzt schon ist“.