Aktuelles - Archiv 2012

Sonderausstellung: Eine Wohnung für uns

 Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften und würdigt ihre Leistungen. Die erste Bau-genossenschaft Deutschlands wurde 1862 von Handwerkern und Arbeitern in Hamburg gegründet. Weitere Gründungen folgten. Bis in die 1920er Jahre entstanden zahlreiche genossenschaftlich errichtete Quartiere mit günstigen und qualitativ hochwertigen Wohnungen, Vorbilder für den sozialen Wohnungsbau. Heute gibt es in Hamburg 30 Wohnungsbaugenossenschaften. 20 Prozent der Hamburger leben in genossenschaftlichen Wohnungen, ein Spitzenwert in Deutschland.

Wer sich für die Hamburger Geschichte aus Sicht „der kleinen Leute“ interessiert, sollte die Ausstellung besuchen. Es werden nicht nur Bauten gezeigt. Man erfährt viel über Wohnkultur und Bedürfnisse der Familien von der Kaiserzeit bis in die 1950er Jahre.

In einer Zeit, in der in Hamburg Wohnungen knapp sind und die Mieten in exorbitante Höhen klettern, erinnert die Ausstellung daran, dass man den Wohnungsbau nicht  nur  den „Kräften des freien Marktes“ überlassen sollte. Hamburger Politikern wird ein Besuch dringend empfohlen. 

 

Der Turmbau zu Barmbek

 

Die Sonderausstellung „Eine Wohnung für uns“ lädt auch zum Mitbauen ein. Dafür liegen 1500 Bauklötze und einige hundert Sperrholzbrettchen bereit, mit denen kleine und große Besucher  Architekt spielen und Türme bauen können.
Ein Riesenspaß. Dem Turm auf unserem Bild war jedoch kein langes Dasein beschieden. Kaum war er fertig, durfte ihn der nächste Bautrupp einreißen und der Turmbau zu Barmbek begann von vorn.

23. Dezember 2012

Fabrik-Café: Nicole hat Tschüss gesagt

Ein Abschiedsgeschenk von Museum und Freundeskreis: H.Behlmer, N.Borgmann, Prof.Baumann, G.Krankenhagen
Ein Abschiedsgeschenk von Museum und Freundeskreis: H.Behlmer, N.Borgmann, Prof.Baumann, G.Krankenhagen

Fast acht Jahre hat Nicole Borgmann das Fabrik-Café im Museum der Arbeit betrieben und mit ihrem Team dafür gesorgt, dass sich die Gäste wohlfühlten. Vorbei. Nicole hat ihren Vertrag nicht verlängert. Der 23. Dezember war ihr letzter Arbeitstag. Ein neuer Pächter wird gesucht. Übergangsweise wird das Restaurant TRUDE das Fabrik-Café weiterführen. Danke Nicole, Du warst immer eine gute Gastgeberin. Die Freunde des Museums wünschen Dir alles Gute.

8. Oktober 2012

150 Jahre Sozialdemokratie

 

Unter diesem Titel hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Ausstellung zur Geschichte 

der Sozialdemokratie gestaltet. Am 8. Oktober wurde sie im Museum der Arbeit

mit prominenten Gästen eröffnet. Für die Freunde des Museums war dies eine gute Gelegenheit, mit einem Infostand und einer Top-Besetzung (siehe Bild) für den Freundeskreis zu werben. Mit Erfolg! Fünf Besucher haben spontan die ausgelegten Beitrittserklärungen ausgefüllt.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Sie blieb bis zum 21. Oktober in Hamburg und hat dann ihre Rundreise durch Deutschland angetreten.

08.10.2012 | Ausstellungseröffnung: Dr. Peter Struck (ehem. Vorstandsvorsitzender Friedrich-Ebert-Stiftung), Prof. Dr. Kirsten Baumann (Museumsdirektorin), Olaf Scholz (1.Bürgermeister), Mitglieder d. Vereinsvorstands (Schürze)
08.10.2012 | Ausstellungseröffnung: Dr. Peter Struck (ehem. Vorstandsvorsitzender Friedrich-Ebert-Stiftung), Prof. Dr. Kirsten Baumann (Museumsdirektorin), Olaf Scholz (1.Bürgermeister), Mitglieder d. Vereinsvorstands (Schürze)

7. Oktober 2012

Peggy Parnass: Kindheit - eine Buchpremiere

Der Saal war voll: 200 Interessierte folgen dem Vortrag
Der Saal war voll: 200 Interessierte folgen dem Vortrag

Peggy Parnass, bekannt durch ihre Gerichtsreportagen, schildert ihre

Kindheit während der Nazizeit.

Tita do Rêgo Silva hat dazu einfühl-

same und dennoch farbenfrohe

Holzschnitte geschaffen.

Das Künstlerbuch wurde in der

Graphischen Abteilung des Museums

der Arbeit produziert (s. Infobrief 4/12).

 

Die Buchpremiere am 7. Oktober 2012 war ein voller Erfolg:  Etwa 200 Gäste kamen

nach Barmbek in das Museum der Arbeit und lauschten der Lesung. Viele nutzten die Gelegenheit, ihr Exemplar von der Autorin und der Künstlerin signieren zu lassen.

Die Grafiken und Druckplatten zum Buch sind noch bis zum 18. November 2012 in der Grafik-Galerie im 1. Stock des Museums zu sehen.

24. September 2012

Martin Mosebach im Museum der Arbeit

Martin Mosebach liest im Museum der Arbeit
Martin Mosebach liest im Museum der Arbeit

„Das Land der Dichtung“ hieß der Vortrag, den der Bü̈chner-Preis-Träger Martin Mosebach im April 2012 in der Freien Akademie der Kü̈nste in Ham-burg hielt. Es ging um die poetische Inspiration, und Mosebach erzä̈hlte, wie große Dichter der Vergangenheit zur Idee ihrer schönsten Werke gekommen sind. Aus diesem Vortrag ist jetzt ein Buch geworden, das Caroline Saltzwedel in ihrem Verlag Hirundo Press herausgegeben hat. Es ist eine bibliophile Kostbarkeit mit handgedruckten Farbradierungen von Caroline Saltzwedel, gesetzt und gedruckt im Museum der Arbeit – mehr dazu im Infobrief 4/12 und unter www.hirundo.eu.

 

Am 24. September 2012 wurde das frischaufgelegte Buch in der Buchdruck-werkstatt des Museums vorgestellt; Martin Mosebach war extra nach Hamburg gekommen, um daraus zu lesen und darüber zu erzählen. Erich Hirsch demonstrierte an der Monotype-Setzmaschine, wie das Buch gesetzt wurde. Mehr als 60 Gä̈ste waren der Einladung gefolgt, darunter Ulrich Greiner (Die Zeit), Wolfgang Kemp (Uni Hamburg), Catharina Berents (Detlefsen-Museum Glückstadt), Thomas Gä̈deke (Schloß Gottorf), der Typograph Jovica Veljovic und der Philosophieprofessor Michael Großheim.

16. September 2012

Großer Auftritt beim Weltkindertag

Rollende Museumsdruckerei: 7 Std. von Kindern umlagert
Rollende Museumsdruckerei: 7 Std. von Kindern umlagert

Am 16. September 2012 trafen sich mehr als 10.000 Familien in den Großen Wallanlagen beim Weltkinder-fest. Mittendrin und ständig umlagert: Die mobile Druckerei des Museums der Arbeit. 

Produziert und vor Ort ausgehändigt wurden Kinderzimmerschilder mit eingedrucktem Namen und Flyer mit der Empfehlung, den nächsten Kindergeburtstag im Museum der Arbeit zu feiern. Setzer und Drucker waren sieben Stunden im Einsatz. Die Liste der zu druckenden Namen war zeitweise so groß, dass ein befristeter Annahme-stop verhängt werden musste.

Vorbildliche Jugendarbeit

  Junge Autorinnen bei der Buchprämiere im Museum der Arbeit
Junge Autorinnen bei der Buchprämiere im Museum der Arbeit

Mitarbeiter der Druckwerkstatt

und Mitglieder des Vereins haben gemeinsam mit der Stadtteilschule Barmbek und der Stiftung Hamburger Wohnen einen wertvollen Beitrag zur Integration von Einwandererkindern geleistet.

Kinder aus Afghanistan, der Türkei, Vietnam, Guinea und anderen Ländern konnten im Rahmen des Deutschunter-richts Texte über alte Kinderspiele auf der Straße schreiben, mit Linolschnitten illustrieren und diese im Museum selber drucken. Das Ergebnis ist ein Buch, von dem jedes der beteiligten Kinder sagen kann: Das habe ich geschrieben und gedruckt.

Emil, die druckende Straßenwalze

Wer sagt, dass Straßenwalzen nur Straßen bauen können? Emil, der Straßen-bauveteran des Museums, hat noch andere Fähigkeiten. Er kann z. B. drucken! Den Beweis dafür lieferte eine spektakuläre Druckaktion auf dem diesjährigen Barmbeker Hoffest.

Oben (von li.): Einfärben der Druckplatte | Platte  mit dem Druckbogen bedecken (auf Boden) | Emil wird eingewinkt   Unten (von li.): Emil rollt über die Druckform – geschafft! | Der fertige Druck wird dem Publikum präsentiert
Oben (von li.): Einfärben der Druckplatte | Platte mit dem Druckbogen bedecken (auf Boden) | Emil wird eingewinkt Unten (von li.): Emil rollt über die Druckform – geschafft! | Der fertige Druck wird dem Publikum präsentiert